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Werte & Erziehung

 Auch wenn wir die Individualisierung des Lernens groß schreiben: Die Gemeinschaft ist uns sehr wichtig! Dabei geht es uns vor allem um das friedliche Miteinander, das auch an unserer Schule keine reine Selbstverständlichkeit ist. Ein gutes Miteinander ist Arbeit – Interessen müssen immer wieder ausgehandelt werden. Dabei auch das demokratische Miteinander frühzeitig zu lernen, ist ein sehr wichtiges Lernziel. Bei alldem helfen und diese Ansätze:

Erziehende Lernkultur

Als evangelische Schule sehen wir es als unsere besondere Erziehungsaufgabe an, den Kindern auf der Grundlage evangelisch-christlicher Werte Impulse und Orientierung für verantwortungsbewusstes Handeln in der demokratischen Gemeinschaft zu geben.

Vor diesem Hintergrund ist für uns eine im Alltag gelebte, erziehende Lernkultur wichtig. Respekt gegenüber allen Menschen in ihrer Vielfalt,Verständigungsbereitschaft, Offenheit, Solidarität und Toleranz begreifen wir als Selbstverpflichtung für uns Lehrkräfte und bemühen uns, den Kindern diese Haltungen authentisch vorzuleben. Entsprechende Erziehungsziele sind ständige Begleiter zu jeder Zeit – ob wir wollen oder nicht, ob bewusst oder unbewusst.

Respekt vor der Vielfalt kann aber nur wachsen, wenn sich Kinder mit allen ihren Stärken und Schwächen in der Gemeinschaft als wertvoll und anerkannt erfahren und ihnen Eigenverantwortung und Selbstständigkeit im Lernprozess zugestanden werden. Dieser Grundgedanke prägt unser alltägliches Miteinander an der Bodelschwingh-Schule und bildet den Rahmen für unser pädagogisches Konzept. Auch unsere Schulordnung mit ihren Regeln und Grundsätzen leitet sich daraus ab.

Regeln & Rituale

Dazu zählen viele kleine Alltagshandlungen und -abläufe, die den Kindern Sicherheit geben, weil sie eben „immer so“ stattfinden: der „Offene Anfang“ beim morgendlichen Ankommen in der Klasse, die Präsenz der Klassenlehrkraft im ersten Unterrichtsblock (wir vermeiden Fachunterricht in der 1./2. Stunde), die Moderation des Tagesplans bzw. Day Managers, die Klassenregeln zum leisen Arbeiten und die Gesprächsregeln, die Aufräummusik, das gemeinsame Frühstück in der Klasse mit täglichem Vorlesen uvam. Natürlich gehört auch unsere Schulordnung mit ihren schulweiten Regeln dazu.

Klassenrat & Schülerparlament

Der Klassenrat ist bei uns an der Schule eine Klassenversammlung, die alle ein bis zwei Wochen zusammenkommt und den Rahmen dafür bietet, aktuelle Konflikte und Wünsche der Kinder in vertrauensvoller Atmosphäre mit dem/der Klassenlehrer:in zu besprechen. Ebenso haben hier Erfolge und andere schöne Erlebnisse der Kinder oder der ganzen Klasse ihren Platz. Der Klassenrat wählt zu Beginn eines jeden Schulhalbjahres je 2 Verterter:innen, die die Klassen im Schülerparlament vertreten.

Das Schülerparlament gibt es bei uns schon seit 2012. Einmal wöchentlich treffen sich dort die Klassensprecher:innen und besprechen Probleme, Wünsche und Ideen, die aus den Klassenräten der einzelnen Klassen zusammengetragen wurden. Manchmal organisieren die Vertreter:innen im Schülerparlament Abstimmungen, an denen dann alle Kinder der Schule mit Hilfe unserer „Demokratie-Säulen“ teilnehmen: Jedes Kind bekommt dafür einen Ball, das es in eine vorbereitete Plexiglas-Säule wirft und so seine Entscheidung „dokumentiert“ (z.B. für den Spendenzweck eines Sponsorenlaufs oder für veränderte Pausenzeiten). Ab und zu ergeben sich hier sogar kommunal-politisch wichtige Aktivitäten der Kinder, was eine echte politische Beteiligung erfahrbar macht. Die Ergebnisse der Arbeit des Schülerparlaments werden entweder durch die Klassenvertreter:innen in die Klassen zurückgetragen, oder das Schülerparlament beruft eine Schulversammlung ein. 

Schulversammlung: Bei unseren Schulversammlungen treffen sich alle Kinder, Lehrer:innen und anwesende OGS-Kolleg:innen der Schule in der Aula oder auf dem Schulhof. Das Schülerparlament stellt dabei Arbeits- oder Abstimmungsergebnisse vor, es werden Preise oder Pokale für Wettbewerbe oder Turniere verliehen, Präsentationen einzelner Klassen der Schulgemeinschaft gezeigt oder es wird zu besonderen Anlässen gemeinsam gefeiert.

Gewaltfrei Lernen

Seit dem Jahr 2010 gehen wir in Kooperation mit dem Verein „Gewaltfrei Lernen“ aus Kerpen das immer wichtiger werdende Thema der Konfliktschulung und Gewaltprävention an. Alle Lehrer:innen und pädagogischen Fachkräfte der OGS sind hier eingebunden. Denn uns ist bewusst, dass Konflikte weder „im Großen“ – als gesamtgesellschaftliches Problem – noch „im Kleinen“ vor unseren Türen Halt machen!

Jede Klasse der Stufe 1/2 durchläuft jährlich zu Schuljahresbeginn zwei Doppelstunden des Trainings mit einer externen Trainer:in des Vereins. Die Klassen der Stufe 3/4 durchlaufen das Training alle 2 Jahre im Umfang von ebenfalls zwei Doppelstunden. Ergänzend zu den Klassenräten und den Regeln der Schulordnung haben die Kinder damit ein schulweitgültiges Repertoire an Verhaltens- und Reaktionsmustern an der Hand, das sie in bestimmten Bedrängnissituationen z.B. auf dem Schulhof anwenden können. Und auch alle Erwachsene können damit gleichermaßen am Vormittag wie auch am Nachmittag in der OGS bei bestimmten Regelverstößen vereinbarte Konsequenzen einfordern. Das Programm gibt Kinder wie Erwachsenen durch konkrete Übungen und Vereinbarungen Verhaltenssicherheit im Konfliktfall.

Hier finden Sie die Kurzfassung der weiterhin aktuellen Regelungen.